Projektbeschreibung

Wenn Literatur zu verstehen ist als eine Summe publizierter fiktionaler Texte, die sich über komplexe Rezeptionsprozesse zu einem kulturellen Kanon entwickeln, so wäre diesem Verständnis im Lichte der ‚Schrift‘ ein weiteres hinzuzufügen, nämlich das dynamische Konzept mehrdeutig literarischer Schreibprozesse. Offen für das Vielfältige, stets sich Verändernde und letzten Endes nicht nur Unvollendete, sondern wohl auch Unvollendbare, steht hinter der kultur- und literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit ‚Schrift‘ ein Literaturkonzept, das dem kulturgenetischen Prozess von Literatur verstärkte Aufmerksamkeit schenkt.


Potenziale der Schrift sind vielfältig in ihren Ausdrucksformen. Die ihr inhärenten Möglichkeiten entfalten sich je nach Art ihrer politischen, gesellschaftlichen und kulturellen, insbesondere auch religiösen Dimensionen. So wie Sprache organisiert auch Schrift wie allgemein Notationssysteme das Leben in Gesellschaften bzw. in großflächigen Organisationsformen. Schrift dynamisiert und innoviert die reflexive Haltung zur Vergangenheit und erweitert fortwährend kulturelle Strukturen des Wissens (Grésillon 1999; Landwehr 2013).


Auffallend im Umgang mit Schrift sind dabei zwei Denkbewegungen, die beide eine extern normierende und zugleich verstehend rekonstruierende Dimension stark machen.


I: Schrift und Bedeutung
Die Geschichte der Literaturinterpretation lässt sich als eine Auseinandersetzung mit den Interpretationsweisen von Schriftsinnen begreifen. Dabei entzündete sich die allegorische Interpretation am fremd gewordenen Zeichen, dem sie eine neue Interpretation unterlegt. »Denn wie der Mensch aus Leib, Seele und Geist besteht, so auch die nach dem göttlichen Haushalt den Menschen zum Heil verliehene Schrift.« (1835: 262f.), heißt es etwa in den Grundlehren der Glaubenswissenschaft von Origenes. Die Lehre vom dreifachen Schriftsinn entspricht der somatischen (historisch-grammatischen), der psychischen (moralischen) und der pneumatischen (allegorisch-mystischen) Anthropologie. Der Geschichte der philologischen Kommentierung ist die Diskussion um einen angemessenen Umgang mit Schrift ebenso fest eingeschrieben. Dabei werden insbesondere die Möglichkeiten einer Trennung von Erläuterung und Deutung der Schrift diskutiert. Wie schwierig eine solche Unterscheidung ist, zeigt eine der ersten Überlegungen zur frühaufklärerischen Textauslegung von Johann Martin Chladenius. In dessen Einleitung zur richtigen Auslegung vernünftiger Reden und Schriften (1742) heißt es: »Auslegen ist daher nichts anders, als diejenigen Begriffe beybringen, welche zum vollkommenen Verstande einer Stelle nöthig sind.« (Chladenius 1969: »b«) Peter Szondi greift 1975 die Debatten um das Verstehen von Schrift auf und fundiert eine literarische Hermeneutik, deren Intention auf die Bestimmung des literarischen Sinnes vermittels Stoff- und Gattungsbezug abzielt. Dabei entfernt sich Szondi von einer disziplinären Trennung von Textkritik und -interpretation und entwickelt die These, dass sowohl die »Textherstellung als auch die Deutung einer Stelle aufgrund der Sprachgeschichte […] immer auch Auslegung ist.« (38) Dass zu dieser Auslegung stets auch das Verhältnis von (Schrift-)Materialität und Bedeutung gehört, erkunden Ende der 1980er Jahre Ulrich Gumbrecht und Karl Ludwig Pfeiffer in ihrem epochemachenden Band zur Materialität der Kommunikation (Gumbrecht/Pfeiffer Hg. 1988), in dem u.a. Aleida Assmann Formen dezidiert nicht-wissenschaftlicher Semiosen diskutiert (Assmann 1988), bevor Gumbrecht schließlich unhermeneutische Weltzugriffe fordert, die sich jeder Auslegung entziehen (Gumbrecht 2004). Auch wenn man nicht so weit gehen mag: Dass jeder Akt der Auslegung von literarischen Texten wie von historischen Quellen immer schon eine Vergangenheit aus der Gegenwart heraus konstruiert und in sie hineinholt, folgt aus Achim Landwehrs Thesen zur anwesenden Abwesenheit der Vergangenheit (Landwehr 2016). Inwiefern sich aufgrund dieser und weiterer theoretischer Erwägungen zum Verhältnis von Schrift und Bedeutung neue Fragen zur Zukunft und Praxis philologischer Arbeit stellen, haben Dieter Burdorf (Hg. 2014) und aktuell Carlos Spoerhase und Steffen Martus (2022) in den Blick genommen.


II: Schrift und Macht
Durch Schrift jedoch – und dies ist die zugleich extern normierende Funktion – erfährt die Reichweite von Stimme in Raum und Zeit eine Erweiterung. Die normative Kraft der Schrift, die im Gesetz ihren wohl stärksten Ausdruck findet, wirkt bereits implizit als Standardisierung von Sprache mit Wahrheitsanspruch, auf dogmatisch auftretende Welterklärungsversuche und mit der Funktion von Machtwerwerb und -erhalt. Wer zeichnet verantwortlich für diese machtproduktive Qualität von Schrift? Vor allem mit Karl Mannheim, Michel Foucault und Pierre Bourdieu – etwa mit den Arbeiten zum Autor und zu den Regeln der Kunst – ist dabei auf den produktiven Charakter hinzuweisen, den unterschiedliche Formen der Macht in Verbindung mit Schrift und Schreiben offenbaren. Auch wenn Macht nicht immer als ein Repressionsinstrument zu verstehen ist, gilt es zu berücksichtigen, dass Schrift niemals im Zustand gesellschaftlicher Unschuld erscheint, sondern immer eine feste Beziehung mit Problemen und Fragen um Macht eingeht. Schon in Claude Lévi-Straussʼ Traurigen Tropen und den ‚Schreibszenen‘ im brasilianischen Regenwald kommt das zur Sprache (Lévi-Strauss 1978). Immer schon – und nicht erst seit der Digitalisierung – ermöglichte Schrift aufgrund ihrer Speicherfunktion ein Handeln in Raum- und Zeithorizonten, die weit über jeweilige Gegenwarten hinausreichen. Allgemein ist Schrift ein Dispositiv von Herrschaft, Repräsentationsform von Macht und Mittel der Politik. Staaten und Regierungen bedürfen der symbolischen Integration mit Hilfe schriftlicher und bildlicher Monumente sowie einer funktionierenden Bürokratie. In beiden Bereichen fungiert Schrift als eine so genannte ‚Vor-Schrift‘ und als normativer Ordnungsparameter. Wie wichtig Schriften aber auch als Mittel der Kontrolle und Transparenz sind, zeigt sich als negative Spiegelung in Kafkas Prozesskapitel Advokat/Fabrikant/Maler (1997). Die für die Verteidigungsschrift von Josef K. dringend benötigten Gerichtsprotokolle dürfen nicht eingesehen werden, da es sich um angebliche »Amtsgeheimnisse« (1997: 9) handelt.


III: Schrift als Spur und als Schreiben
In den 1960er und 70er Jahren kamen mit dem Strukturalismus und Poststrukturalismus neue Sichtweisen über die Schrift hinzu. In der Grammatologie (1967) dekonstruiert Jacques Derrida die vermeintliche Überlegenheit des gesprochenen Wortes als unmittelbaren, lebendigen Ausdruck einer Realität, von der das geschriebene Wort aufgrund der Absenz des Schreibenden getrennt ist. Die Stimme gilt dabei als Garant einer Präsenz, die sich die westliche Philosophie als eine »Metaphysik der Präsenz« zu eigen gemacht hat, unter der Prämisse, dass die Sprache nicht auf sich selbst, sondern auf die ‚Wahrheit‘ gerichtet sei. Diesem Phono-Logozentrismus stellt Derrida die Idee einer ursprungslosen, äußerlichen und supplementären Schrift entgegen und etabliert die Grammatologie als eine Wissenschaft von der geschriebenen Schrift, der kein sprachliches Zeichen vorangeht, sondern die als hinterlassene Spur zu begreifen ist, die in einem System von Verweisungen, lediglich auf andere Spuren, d.h. andere Positionen im System, verweist. 1970 warf Roland Barthes die Frage auf, ob es sich bei ‚Schreiben‘ nicht um ein intransitives Verb handle, das kein direktes Objekt an sich binde und kein persönliches Passiv bilden könne, und stellt die These auf, dass sich modernes literarisches Schreiben im Gegensatz zu älteren Formen gerade durch seine Intransitivität auszeichne. In Die Ordnung der Dinge (1966) hatte Michel Foucault bereits einige Jahre zuvor diesen Übergang zum intransitiven Gebrauch des Verbs auf das frühe 19. Jahrhundert festgelegt, als man aufhörte, die Sprache nicht mehr als ein Medium (einer Repräsentation) anzusehen, sondern sie selbst zum Objekt linguistischer Untersuchungen machte, zu einem Gegenstand der Geschichte, das der Repräsentationsordnung entzogen ist. Kompensiert wurde diese Objektivierung der Sprache durch einen Gebrauchsmodus von Sprache, den wir als ‚Literatur‘ bezeichnen, ein auf sich selbst bezogenes Schreiben, das seinen Zweck in sich selbst hat.


IV: Materialität der Schrift, Prozess und Praktik
Nachdem Schrift in Antike und Früher Neuzeit als Sprach- und Wissensspeicher interessierte und mit hermeneutischen Verfahren die in ihr gespeicherten Informationen verstanden werden sollten und nachdem Schrift im Verlauf des poststrukturalistischen Denkens des 20. Jahrhunderts als eigenständiges, nicht-sekundäres, poetisches Medium begriffen wurde, werden gegen Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts neue Perspektiven auf Schrift geworfen. Zunehmend rücken die Frage nach der Materialität, den Prozessen und den Praktiken von Schreiben und Lesen ins Zentrum. Es wird die Frage skripturaler Semiotisierung historisch neu gestellt und einer neuzeitlich-rationalistischen Fortschrittslogik entzogen. Leroi-Gourhan lässt in Hand und Wort (frz. le geste et la parole, 1964/65) die Geschichte der Schrift bereits mit den prähistorischen Höhlenmalereien einsetzen, deren ‚Mythogrammatiken‘ sich heutzutage lediglich nicht mehr erschließen. Und Aleida Assmann (1988) stellt einer regulierten und kontrollierten eine individuale ‚wilde Semiose‘ gegenüber. Spätestens seitdem Rüdiger Campe (1991; vgl. exemplarisch auch Stingelin/Giuriato/Zanetti (Hg.) 2004, 2005, 2008) den Begriff der »Schreibszene« etabliert hat, wurden die Rahmenbedingungen und Materialitäten des Schreibens adressiert. Im Zuge dessen haben etwa Kammer (2006) und Macho (2005) die Medialität des Schreibens diskutiert; eine Praxeologie skripturaler Materialität entwickelt Spoerhase (2018). Zuletzt widmet sich die Forschung weniger der womöglich (zu) starren Vorstellung einer stabilen Schreibszene und untersucht vielmehr die Schreibprozesse und ihre ästhetischen Implikationen (vgl. Clare u.a. (Hg.) 2018) bzw. ihre Bedeutung für die Entstehung von Literatur (Zanetti 2022).

 

V: Digitalisierung von Schrift 

Die Schreibmaschine mechanisierte das Schreiben und standardisierte die Schrift. Das hatte Auswirkungen auf den Prozess selbst wie auch auf den Inhalt des Geschriebenen. Verfahren wie etwa die Écriture automatique der Surrealisten erprobten neue Formen des Generierens von Literatur. Mit dem Computer wurde die Schrift digitalisiert, d.h. in binäre Codes transformiert. Es entstanden ‚Computersprachen‘, deren Parameter wir über Interfaces (Monitore, Tastatur, Drucker, Maus) ablesen und steuern.  Die Mathematisierung der Schrift durch Computer löst diese aus ihrem semantischen Kontext, sie wird zum bloßen ‚Code‘. Die Differenzen zwischen Schrift und Bild werden in diesem Computercode nivelliert genauso wie die Kulturwelten überschritten werden durch den Austausch dieser Daten. Im Computercode gibt es eine hierarchische Gliederung der Schrift, die Benutzer haben Zugriff auf unterschiedliche Ebenen, so im Frontend und Backend. Mit der sog. Künstlichen Intelligenz ist es möglich, Handschriften per Mustererkennung automatisch zu transkribieren, so etwa im Transkribus-Projekt (Link: extern) oder bei Google Übersetzer. In der Kalligraphie, der Konkreten Poesie und der ASCII-Art wird anschaulich, dass die Differenz von Schrift und Bild nur eine Frage der Perspektive ist. Bereits das filmische Medium verbindet Schreibszenen auf eine neuartige Weise, indem das Drehbuch die Szenen des bewegten Bildes skizziert. Die Frage, wo die Grenze zwischen Schrift und Bild verläuft, wird so neu gestellt. 


VI: Schrift zwischen Ost und West
Diese jüngeren Perspektiven der Schriftlichkeitsforschung wurden bisher nur selten auch in Bezug auf Schrift im (inter)kulturellen Raum zwischen Ostasien und Westeuropa fruchtbar gemacht (z.B. in ästhetischer Hinsicht bei Klawitter 2015, 2018).
Der Call for Papers lädt vor dem Hintergrund dieses Desiderats dazu ein, Vorschläge für Beiträge einzureichen, die sich entweder mit historischen Aspekten von Schrift und Schreiben zwischen Ost und West beschäftigen oder Positionsbestimmungen dieser Problematik in synchronen Systemen vornehmen. Gerade das Verhältnis von Schrift/Schreiben zu Bedeutung, Macht, Spur, Schreibprozess und Praktik wurde bisher kaum je auf ostwestliche Schreibsituationen bezogen. Gerade in Schreibszenen jedoch, in denen ostasiatische und westeuropäische Kulturräume zusammenfinden, werden die Verhältnisse zwischen Schreiben und Bedeutungskonstitution in Unruhe versetzt, entstehen neue Lektürespuren, erhalten Schreibprozesse eine andere Eigenqualität und werden neue Schreibpraktiken erprobt. Das trifft diachron auf zahlreiche Autorinnen und Autoren zu. Man denke exemplarisch an Engelbert Kaempfer im 18. Jahrhundert, an Max Dauthendey Anfang des 20. Jahrhunderts oder an Yoko Tawadas Literatur um die Jahrtausendwende. Auf dem Workshop können daher folgende Fragen diskutiert werden, zu denen wir uns Beiträge erhoffen:


Das theoretische Feld von Schrift: Welche theoretischen Konzepte zu Schrift existieren? Welche diskursiven Strategien und unterschiedlichen Schreibweisen zur Exotisierung fremder Schriftkulturen gibt es? 


Das geschichtliche Feld von Schrift: Wie könnte eine Periodisierung mit unterscheidbaren Phasen entlang von Schrift aussehen? Lassen sich wirkmächtige Textzeugen oder genetische Schreibstufen rekonstruieren? Und was wäre daraus für die historische Bewertung literarischer Texte zu gewinnen?


Das künstlerisch-kulturelle Feld von Schrift: Welche künstlerischen Prozesse wurden explizit durch Schrift ausgelöst? Welche kulturellen Veränderungen hat die künstlerische Reflexion von Schrift bewirkt?


Vorschläge für die Einrichtung der Sektionen nehmen wir gerne entgegen bis zum 30. April 2023. Die Einzelvorträge sollen eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten; vorgesehen ist eine anschließende Diskussion von jeweils 10 Minuten. Abstracts im Umfang von max. einer DIN-A4-Seite (ca. 2500 Zeichen inkl. Leerzeichen) können ab sofort (unter Angabe der E-Mail-Adresse, Affiliation und Website oder Kurzbio-/bibliografie) bei den Organisatoren der Tagung eingereicht werden:


Arne Klawitter (Waseda University): arne.klawitter@web.de
Tobias Schickhaus (Meiji University): tobiasschickhaus@meiji.ac.jp
Johannes Waßmer (Osaka University): jwassmer@let.osaka-u.ac.jp


Über die Annahme der Beitragsvorschläge wird bis Anfang Mai 2023 entschieden.


Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.


Eine Veröffentlichung der Beiträge ist vorgesehen.

 

Verwendete Literatur

 

Aleida Assmann: Die Sprache der Dinge. Der lange Blick und die wilde Semiose, in: Hans Ulrich Gumbrecht/K. Ludwig Pfeiffer (Hg.): Materialität der Kommunikation, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1988, S. 237–251.

Dieter Burdorf (Hg.): Die Zukunft der Philologien, Heidelberg: Winter 2014.

Rüdiger Campe: Die Schreibszene. Schreiben, in: Hans Ulrich Gumbrecht/K. Ludwig Pfeiffer (Hg.): Paradoxien, Dissonanzen, Zusammenbrüche. Situationen offener Epistemologie, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1991, S. 759–772.

Johann Martin Chladenius: Einleitung zur richtigen Auslegung vernünftiger Reden und Schriften. Photomechanischer Nachdruck der Ausgabe Leipzig von 1742. Hg. v. Lutz Geldsetzer. Düsseldorf: Stern 1969 (Instrumenta Philosophica 5).

Jennifer Clare/Susanne Knaller/Rita Rieger/Renate Stauf/Toni Tholen (Hg.): Schreibprozesse im Zwischenraum. Zur Ästhetik von Textbewegungen, Heidelberg: Winter 2018.

Jacques Derrida: Grammatologie. Aus dem Französischen von Hans-Jörg Rheinberger und Hanns Zischler, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1983 [frz. 1967].

Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge Eine Archäologie der Humanwissenschaften. Aus dem Französischen von Ulrich Köppen, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1974 [frz. 1966].

Davide Giuriato/Martin Stingelin/Sandro Zanetti (Hg.): „Schreiben heißt: sich selber lesen“. Schreibszenen als Selbstlektüren (= Zur Genealogie des Schreibens 9), München: Fink 2008.

Davide Giuriato/Martin Stingelin/Sandro Zanetti (Hg.): „SCHREIBKUGEL IST EIN DING GLEICH MIR: VON EISEN“. Schreibszenen im Zeitalter der Typoskripte (= Zur Genealogie des Schreibens 2), München: Fink 2005.

Almuth Grésillon: Literarische Handschriften: Einführung in die "critique genetique". Bern: Peter Lang 1999.

Hans Ulrich Gumbrecht/K. Ludwig Pfeiffer (Hg.): Materialität der Kommunikation, Frankfurt aM.: Suhrkamp 1988.

Hans Ulrich Gumbrecht: Diesseits der Hermeneutik. Über die Produktion von Präsenz. Aus dem Amerikanischen von Joachim Schulte, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2004).

Stephan Kammer: Reflexionen der Hand. Zur Poetologie der Differenz von Schreiben und Schrift, in: David Giuriato/Stephan Kammer (Hg.): Bilder der Handschrift. Die graphische Dimension der Literatur, Frankfurt a.M./Basel: Stroemfeld 2006, S. 131–161.

Achim Landwehr: Die anwesende Abwesenheit der Vergangenheit. Essay zur Geschichtstheorie, Frankfurt a.M.: Fischer 2016.

Achim Landwehr: Wissensgeschichte. In: Rainer Schützeichel (Hg.): Handbuch Wissenssoziologie und Wissensforschung. Köln: Halem 2013, S.  801-813.

André Leroi-Gourhan: Hand und Wort. Die Evolution von Technik, Sprache und Kunst. Aus dem Französischen von Michael Bischoff, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1987 [frz. 1964/65].

Claude Lévi-Strauss: Traurige Tropen. Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1978 [frz. 1955].

Thomas Macho: Handschrift – Schriftbild. Anmerkungen zu einer Geschichte der Unterschrift, in: Gernot Grube/Werner Kogge/Sibylle Krämer (Hg.): Schrift. Kulturtechnik zwischen Auge, Hand und Maschine, München: Fink 2005, S. 413–422.

Karl Mannheim: Über die Eigenart kultursoziologischer Erkenntnis. In: Karl Mannheim: Strukturen des Denkens. Hg. v. David Kettler/Volker Meja/Nico Stehr. Frankfurt aM.: Suhrkamp 1980.

Carlos Spoerhase/Steffen Martus: Geistesarbeit. Eine Praxeologie der Geisteswissenschaften, Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2022.

Carlos Spoerhase: Das Format der Literatur. Praktiken materieller Textualität zwischen 1740 und 1830, Göttingen: Wallstein 2018.

Martin Stingelin unter Mitarbeit von Davide Giuriato und Sandro Zanetti (Hg.): „Mir ekelt vor diesem tintenklecksenden Säkulum“. Schreibszenen im Zeitalter der Manuskripte (= Zur Genealogie des Schreibens 1), München: Fink 2004.

Peter Szondi: Einführung in die literarische Hermeneutik. Studienausgabe der Vorlesungen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2001.

Sandro Zanetti: Literarisches Schreiben. Grundlagen und Möglichkeiten, Stuttgart: Reclam 2022.